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Baumpflege an 22 Bäumen einer Wohnanlage in Hamburg Ost
Umfangreiche Baumpflege an einer Wohnanlage in Hamburg Ost – 22 Bäume, Seilklettertechnik und Hubsteiger. Dabei entdeckt: historische Zementfüllungen aus der Zeit der Baumchirurgie.

Baumpflege an 22 Bäumen einer Wohnanlage in Hamburg Ost
Für eine Wohnungseigentümergemeinschaft in Hamburg Ost haben wir den gesamten Baumbestand einer Wohnanlage gepflegt – insgesamt 22 Bäume mit Seilklettertechnik und Hubsteiger.
Die Maßnahmen umfassten Kronenpflege, Totholzentfernung, Einkürzungen und die Fällung einer Birke mit fortgeschrittenem Pilzbefall. Gearbeitet wurde auf Grundlage einer vorliegenden Baumkontrolle mit Maßnahmenkatalog.
Was wir im Baum entdeckt haben
Bei drei Linden fiel uns auf, dass die im Maßnahmenkatalog vorgegebene „Kopfbaumpflege” nicht zur tatsächlichen Situation passte. Kopfbaumpflege setzt voraus, dass ein Baum von Beginn an regelmäßig auf Kopf geschnitten wurde. Diese Linden waren jedoch vor langer Zeit gekappt worden – ein einmaliger, starker Rückschnitt ohne anschließende Pflege.
Die Folge: Im Bereich der alten Schnittstellen haben sich Fäulen gebildet. Die neu ausgetriebenen Äste werden über die Jahre immer schwerer und können ausbrechen. Die fachlich korrekte Maßnahme ist hier die „Nachbehandlung geschädigter Bäume mit Ständerbildung” – dabei werden die betroffenen Äste zum Teil vollständig entnommen, zum anderen Teil gezielt eingekürzt.
Besonders auffällig war eine der Linden: Im Stammkörper hatte sich ein Riss mit deutlichem Hohlklang gebildet. Zudem waren die alten Schnittstellen in etwa vier Metern Höhe bei früheren Maßnahmen mit Zement verfüllt worden. Das ist eine Methode aus der Zeit der sogenannten „Baumchirurgie”, in der Bäume behandelt wurden wie Patienten – Löcher wurden zugemauert, teilweise mit Zement, teilweise sogar mit Steinen. Diese Methode ist seit Jahrzehnten nicht mehr Stand der Technik. Die Fäule schreitet trotzdem weiter voran, und mit der Zeit besteht die Gefahr, dass die Betonklötze herabstürzen.

Warum die Qualität der Baumkontrolle entscheidend ist
Dieser Fall zeigt, wie wichtig eine präzise Maßnahmenvergabe bei der Baumkontrolle ist. Der Unterschied zwischen „Kopfbaumpflege” und „Nachbehandlung geschädigter Bäume” klingt nach einem Detail – in der Praxis bedeutet er aber einen grundlegend anderen Eingriff am Baum. Wird die falsche Maßnahme ausgeführt, verschlechtert sich der Zustand statt sich zu verbessern.
Als FLL-zertifizierter Baumkontrolleur achte ich bei meinen eigenen Kontrollen genau auf solche Unterschiede. Wer Kontrolle und Ausführung aus einer Hand erhält, vermeidet Missverständnisse in der Maßnahmenliste – und spart sich den Abstimmungsaufwand zwischen Kontrolleur und ausführendem Betrieb.
Baumfällung mit Genehmigung während der Vegetationsperiode
Eine Birke musste wegen eines Befalls mit dem Birkenporling gefällt werden. Der Birkenporling ist ein holzzersetzender Pilz, der Braunfäule verursacht und die Bruchsicherheit des Stammes zerstört. Da der Baum in unmittelbarer Nähe eines Kinderspielplatzes stand, bestand eine akute Gefährdung, die ein Abwarten bis zur regulären Fällsaison nicht zuließ. Die Fällung wurde entsprechend genehmigt und fachgerecht durchgeführt.

Baumpflege für Hausverwaltungen und WEGs
Wohnungseigentümergemeinschaften und Hausverwaltungen tragen die Verkehrssicherungspflicht für den Baumbestand auf ihren Liegenschaften. Regelmäßige Kontrollen und fachgerechte Pflegemaßnahmen sichern diese Pflicht ab – und verhindern, dass aus übersehenen Schäden Haftungsfälle werden.
Wir betreuen Hausverwaltungen und WEGs im Raum Hamburg Ost, Stormarn und Umgebung – von der Baumkontrolle über die Pflegemaßnahmen bis zur Fällgenehmigung. Alles aus einer Hand, ohne zusätzlichen Koordinationsaufwand.
Wenn Sie Fragen zum Baumbestand auf Ihren Liegenschaften haben, sprechen Sie uns an.




